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Mittwoch, 18. Mai 2011

Interview mit Gabi Peters "6 aus 49 Fragen"

Bitte erzählen Sie kurz etwas zu Ihrer Person:

Ich bin Gabi Peters, Diplom Designerin, Fachbereich Textil und Schmuck. 
Seit meiner Kindheit male und zeichne ich. Später im Studium kam das experimentelle Arbeiten mit verschiedenen Materialien hinzu, die nun ihre Ausdrucksweise in meinem Schmuck repräsentieren.
Nach dem Studium arbeitete ich einige Jahre im Textilen Bereich und kreiirte für verschiedene Firmen in Deutschland und den Niederlanden Muster für Bettwäsche.
Da ich zur Zeit in diesem Bereich nicht tätig bin und das Malen nicht lassen kann, rückte vor einiger Zeit die Leinwand in den Vordergrund.

Wie wichtig ist Ihnen das Netzwerken mit anderen Künstlern um Projekte zu realisieren?
Sehr wichtig......dies fördert Ideen und Kreativität.

Beschreiben Sie Ihren perfekten Tag.
Wenn ich abends mit einem ganz tiefen zufriedenen Gefühl des Schaffens und Erschaffens in den "Feierabend" gehe ist dies ein perfekter Tag.

Für wen machen Sie Ihre Kunst?Ich möchte das die Menschen an meiner Kunst und an meinem Schmuck Freude haben und das diese Freude daran niemals versiegen möge.

Wie viel Geld müsste man Ihnen bieten, damit Sie mit Ihrer Kunst aufhören?Das ist nicht zu bezahlen....
Ich habe in meinem Beruf meine Berufung gefunden und da könnte man mir alles Geld der Welt anbieten, ich würde dafür nicht meinen Beruf an den Nagel hängen.

Können Sie unter (Zeit)druck kreativ sein?
Nein, da versiegt leider meine kreative Quelle. Zeit und muse sind sehr wichtig für mich.

Haben Sie Kunst  studiert oder sind Sie Autodidakt?
Ich habe an der Kunstakademie in Maastricht in den Niederlanden studiert. Toll fand ich dort, das man im ersten Jahr alle Fachrichtungen kernnenlernt und sich erst nach einem Jahr auf eine Richtung spezialisieren bzw. festlegen muß. Ich vermisse auch jetzt noch nach vielen Jahren die vielen Werkstätten in denen man sich "austoben" konnte.
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Mehr über Gabi Peters:

Webseite: http://www.gabipeters.de/
Mail:  atelier(at)gabipeters.de



Mittwoch, 23. Februar 2011

Interview mit Franz Binzen "6 aus 49 Fragen"

Bitte erzählen Sie kurz etwas zu Ihrer Person:

Expression und Abstraktion (Reduktion auf das Wesentliche) finden sich in meinen Arbeiten und in meiner gesamtpersönlichen Ausprägung - ganzheitliche Wahrnehmung. „Keine Details“ – dieses Motto gibt mir die Möglichkeit, bezogen auf die Aussage „Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile“ im Rückkehrschluss auf Teile zu verzichten und mir dann diese Teile bei Bedarf im Rahmen des Ganzen frei zu gestalten. Diese Sehensweise möchte ich den Rezipienten meiner Arbeiten ermöglichen.

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Ist Kunst Arbeit?

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Dieses Zitat von Karl Valentin umschließt den gesamten Schaffensprozess. Künstlerische Arbeit ist mehr als nur bildnerisches Gestalten, es ist die konzentrierte, intellektuelle Bearbeitung und kreative Umsetzung von Aussage- und Darstellungsabsichten mit adäquaten Mitteln.

Kommt Kunst von Können?

Eindeutig ja, aber gemeint ist nicht das handwerklich, technische Können. Gemeint ist das geistige Können, die Fähigkeit für sich und die Betrachter Bildwelten / Weltbilder zu generieren, die einer wie auch immer gearteten Faszination unterliegen.

Für wen machen Sie Ihre Kunst?

Zuerst für mich. Zuerst muss ich einen Weg finden, eine mich beschäftigende Problematik künstlerisch zu bewältigen. Ist es gelungen, d.h. lässt sich meine Aussage im Werk wiederfinden ohne den Betrachter zu indoktrinieren, dann freue ich mich über jeden, der sich auf eine Auseinandersetzung einlässt.


Auf welche Weise beeinflussen andere Künstler Ihr Werk?

Die klassischen Expressionisten, ein beeindruckender Kunstlehrer, die Begeisterung für die Kommunikationstheorien der 70er Jahren, mein lebenslanger Wandel zwischen Kunst und Technik, die Arbeiten HAP Grieshabers und nicht zuletzt meine Begeisterung für Georg Baselitz sind Facetten meines individuellen Gefüges, das mir im Ergebnis Freiheit im Umgang mit künstlerischen Gestaltungstechniken gibt. 

Wie lautet Ihre Botschaft?

Anmutungserfahrungen und Assoziationsmöglichkeiten seitens der Betrachter sind die wesentlichen Zielrichtungen meiner Arbeiten. Veränderungen und Wechsel der Materialität, mechanisch technische „Spielereien“ in den Objekten, Bedeutungstransfer, Reduktion und Abstraktion dienen diesem Ziel.    

Ihr Verstand ist Ihr Arbeitswerkzeug. Wie pflegen Sie ihn?

Augen auf – Hinhören – Hinterfragen - Querdenken – Verknüpfen – Wissen ansammeln


Titel: Kolloquium, Eiche / Eisen, je 30x30x180 cm, 2010

Links zu Franz Binzen:
www.art-expressive.de
info{at}art-expressive.de

Mittwoch, 2. Februar 2011

Interview mit Nikolas Müller "6 aus 49 Fragen"

Bitte erzählen Sie kurz etwas über sich:


Nikolas Müller. 26 Jahre alt.

Ursprünglich bin ich ein Zeichner, vornehmlich mit dem Bleistift. Allerdings bin ich den Möglichkeiten der neuen Medien sehr angetan und arbeite gerne auch mit einem 3D Programm. Momentan studiere ich Kommunikationsdesign an der Fh in Trier, allerdings sollte das bald ein Ende finden. Danach ist wieder alles offen.

-

Was fehlt Ihnen kulturell in Trier?
Es fehlt einfach der Schmelztiegel. Es gibt viele gute Leute hier, allerdings selten in einem Raum. In meinem Alter toben alle auf Tekknoparties rum und nehmen Drogen, da geht leider viel Potenzial verloren. Es ist recht schwierig hier, die Leute zu bündeln. Die vielen Grüppchen, die Tufa, die Kunstvereine, die kleinen Off Spaces müssten einfach nur mit einander verwoben werden. Es gibt recht viele Organisationen hier die sich das Wort Kultur auf die Fahnen schreiben. Den einen fehlt die Berechtigung, den anderen das Publikum. 

Die Fh bringt auch recht interessante Leute hervor, allerdings verlassen die auch alle ungern ihre geschützte Lernumgebung und sind meist nach dem Abschluss schnell weg. Die ältere Generation die viel Wissen und Möglichkeiten bieten trinken lieber Wein als Vodka/Red Bull. Daran kann es doch nicht scheitern. Viele Leute sollten etwas Offenheit zeigen und einfach mal wo anders hingehen.
Im Idealfall wäre das natürlich eine gut kuratierte kommerzielle zeitgenössische Ausstellungsplattform. 

und ein 24H Kiosk.

Welchen Künstler würden Sie gerne mal persönlich treffen?
Björk Guðmundsdóttir. Es gibt ein Foto, auf dem sie mit ihrem Sohn in der Natur badet. Sie ist schön emotional und kompliziert und hat viele Werte die mich Interessieren. Sie hat eine gute Art sich als Kämpferin der Kunst zu verstehen. Außerdem finde ich ihre Musik fabelhaft. 

Sind Sie Mitglied in einem Trierer Kunstverein?
Ich bin Mitglied in der GB Kunst. Es ist äußerst interessant zu sehen wie eine ältere Generation mit dem Thema Kunst umgeht. Die großen Differenzen sind spannend und bieten Lernprozesse. Es sind die Wege meiner Eltern. Meine Oma hat seitdem mehr Respekt vor mir. 

Können Sie unter (Zeit)druck kreativ sein?
Unter Druck arbeite ich sehr gut. Allerdings ist das langfristig kein tragbares Konzept. Gerade wenn es anfängt Spaß zu machen, sollte man runter vom Gas.
Wenn es um nichts geht ist es langweilig und die Arbeit wird es auch. Ich habe mich auf meine Aufnahmeprüfung damals sehr gefreut. 

Welche neuen Techniken probierten Sie in letzter Zeit aus?
Ich habe mit der Software Cinema 4D recht viel gemacht. Das rapid prototyping ist eine faszinierende Technik. Man kann damit am Rechner erstellte Modelle unikatär materialisieren. Es wird ein digitaler Entwurf gedruckt und haptisch im Raum real erfahrbar. Dann bin ich noch einen Schritt weiter gegangen und hab das eigentliche 3D Model, wieder 2 dimensional eingescannt. Dadurch entsteht eine sehr abstruse Tiefenschärfe, die dem Projekt einen sehr verwunschene ästhetische Anmutung gibt. Die Katze beißt sich in den Schwanz. Die cleane Rechner Ästhetik bekommt eine traumhafte Emotionalität mit einer rätzel haften Komponente. Das interessiert mich, Technik Seele einzuhauchen und Kryptisches zu schaffen.

Haben Sie eine Muse?
Das ist eine sehr private Frage. 

Mehr über Nikolas Müller:




thedancingnickboe[at]googlemail.com



Mittwoch, 26. Januar 2011

Interview mit Sebastian Unterrainer "6 aus 49 Fragen"

Erzählen Sie kurz etwas zu Ihrer Person: 
Mein Name ist Sebastian Unterrainer, 28 Jahre alt, komme aus Trier, wohne und arbeite derzeit als Künstler und Kunsterzieher in Hamburg.
Seit ca. 7 Jahren: Regelmäßige Beteiligungen an Gruppenausstellungen in Trier, einige Einzelausstellungen, diverse Auftragsarbeiten im Bereich Druckgrafik / Zeichnung. Außerdem einige Gigs als Singer-/Songwriter, die Musik spielt eine ebenso große Rolle als persönliche Ausdrucksmöglichkeit, wie das bildnerische Arbeiten.

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In welcher Epoche / Zeit würden Sie gerne leben?
Warum sollte man sich wünschen, in einer anderen Epoche zu leben??
Ich finde es in der Gegenwart eigentlich spannend genug!  Immerhin geht am 21.12.2012 laut Maja-Zeitrechnung die Welt unter! *lach*
Aber selbst wenn das nicht GENAU DANN eintreten sollte...der Mensch arbeitet definitiv hart daran...und das macht diese Epoche doch extrem spannend für Menschen, die sich künstlerisch mit sich und ihrer Umwelt auseinandersetzen!


Was machen Sie außer der Kunst noch?
Ich schreibe Songs, treibe viel Sport und lerne gerne neue Menschen kennen.

Kommt Kunst von Können?
Kunst kommt von INNEN.
Jeder Mensch ist in der Lage, sich künstlerisch auszudrücken!
Bilder sind die ursprünglichsten Formen des Ausdrucks. Leider ist dieser Kanal (diese "Sprache"), bei vielen Menschen ausgetrocknet und verkümmert. "Künstlerischer Analphabetismus" ist mit Sicherheit ein wachsendes gesellschaftliches Phänomen, aber generell hat meiner Meinung nach jeder Mensch die Fähigkeit, eine eigene, persönliche Form des Ausdrucks zu finden und zu entwickeln.
"Können" stimmt also dann, wenn es darauf bezogen ist, dass der Mensch "in der Lage sein muss" diese Kanäle zu nutzen!


Wie wichtig ist die Kritik für Ihre Kunst?Ich finde es sehr interessant, was andere über meine Bilder denken, welche verschiedenen Interpretationen die Bilder bewirken können und wieso gerade das eine Bild vielleicht besser gefällt, als ein anderes.

Eine Auswirkung auf mein weiteres Arbeiten hat die Kritik jedoch nicht!
Wenn dem so wäre, könnte ich nie mehr ungezwungen und ungebunden arbeiten, alles Persönliche würde aus den Bildern verschwinden und früher oder später würden meine Arbeiten vermutlich bei Ikea samt Rahmen verkauft werden...

Welche Rolle spielen neue Medien in Ihrem Schaffen?
Keine!  Mit dem Einsatz neuer Medien wie PC, Zeichenpad, Video etc. geht für mich der Verlust der Originalität eines Werkes einher. Natürlich kann dies auch Teil eines Prinzips werden...aber nicht für mich.


Woran arbeiten Sie gerade?Am Versuch, die neuen Eindrücke einer Großstadt wie Hamburg auf mich wirken zu lassen, ohne den Blick von außen (den eines Kleinstädters) zu verlieren.

Am Versuch, die Geister dieses Molochs in kleinen, flüchtigen Momentaufnahmen festzuhalten, und sich damit ihrer abschreckenden Wirkung zu entledigen.
Am Versuch, die Tsunamiartige Bilderflut zu kanalisieren um den Überblick zu wahren.


Mehr über den Künstler:

s.unterrainer[at]gmx.de
http://unterrainer.blogspot.com
www.myspace.com/nickbilain


Mittwoch, 29. Dezember 2010

Interview mit Markus Zender "6 aus 49 Fragen"

Bitte erzählen Sie kurz etwas über sich:   
Ich arbeite primär abstrakt. Es sind keine Bildassoziationen erwünscht. Dennoch gelingt es mir bei den Papercuts positive Dynamik in positiven Raumsituationen so zu verknüpfen, das sie den Betrachter visuell bei der Hand nehmen und in ein kleines Kabinett der visuellen Wahrnehmung entführen.
Keine Inhaltlichen Anleitungen, kein Logos das den Wert und die Verwertbarkeit der Arbeit analysiert. 
Kein Link auf Dagewesenes.
Die visuelle Kommunikation in meinen Arbeiten richtet sich an das was uns Menschen verbindet, das was bei allen gleich ist, unabhängig von Religion , kultureller Prägung und politischer Gesinnung.

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Haben Sie Kollegen, mit denen Sie sich über Techniken, Tricks und Ideen austauschen?


Natürlich gibt es ein sehr gutes künstlerisches und freundschaftliches Netzwerk um mich herum. Dazu zählt das KKT und seine Künstler. Aber insbesondere die freie Aktzeichengruppe der Kulturwerkstatt mit regelmäßigen Zeichensessions in der Tufa. Dort ist Platz für alle die ihre Zeichenkenntnisse erweitern und pflegen wollen.

Jeder der es wünscht kann sich dort unbürokratisch konkrete Rückmeldungen zu seinen Arbeiten einfordern bzw. seine Visionen und Ideen dort besprechen.


Woran arbeiten Sie gerade?


Momentan arbeite ich an mehreren Objekten und Videoprojektionen von denen sicherlich das ein oder andere für meine Nominierung zum Robert Schuman Preis 2011 in Luxemburg präsentiert wird.


Für wen machen Sie Ihre Kunst?


Für alle Menschen die sehen hören und fühlen wollen. Selbstverständlich lässt es sich nicht ausschließen das auch die jenigen davon profitieren zu deren Erwerbsarbeit es unerlässlich ist sich mit meiner Arbeit zu beschäftigen bzw. darüber zu berichten.
Da jedes meiner Werke einem inneren Impuls entspringt, entstehen viele Arbeiten aus die Bedürfnis die Welt um einige Dinge reicher zu machen.


Wie empfinden Sie die Galeriesituation in Trier?

Gibt es denn eine professionelle zeitgenössiche Galerie in Trier? Habe in den letzten zehn Jahren keine finden können.


In welchen Räumen arbeiten Sie?

Die Frage sollte lauten: "In welchen Räümen Leben Sie". Ich habe mich vor einigen
Jahren dazu entschieden nicht mehr zu wohnen. Das erlaubt es mir den Raum zum arbeiten zu haben. Ich arbeite zwischen Bett und Waschbecken. Zwischen Ofen und Werkbank. Zwischen Harz 4 und Selbständigkeit. Zwischen jetzt und Gleich. Zwischen Respekt und Schikane. Zwischen Produktion und Entsorgung. Zwischen Freiheit und kapitalistischem Diktat. Um jeden Preis.


Was bedeuten Grenzen für Sie?

Grenzen sind da, um mit Autos, Zügen und anderen Mobilitätsmaschinen darüber zu rauschen. Sie bieten einen wichtigen Anhaltspunkt für mobilitätssüchtige Konsumenten. Für die Überschreitung körperlicher und geistiger Grenzen gibt es leider noch keine Maschinen. Also immer schön bequem bleiben!!!!! ...Oder wie es die Werbung suggeriert, mit ordentlich Ethanol, Schmerztabletten, Betablocker etc. behandeln.

Mehr über Markus Zender:

www.art-markuszender.de
info[at]markuszender.de




Mittwoch, 15. Dezember 2010

Interview mit Lydia Oermann "6 aus 49 Fragen"

Bitte stellen Sie sich kurz vor: 


Ich arbeite freischaffend und habe einen Schwerpunkt in der Kunst: den Siebdruck. Allerdings will ich jetzt und in Zukunft wieder mehr andere Sachen machen - in anderen Techniken arbeiten und Projekte umsetzen.

Zu den Fragen:

Sind Sie in der lokalen Kunstszene engagiert?

Ja ich leite den Kunstverein "Gesellschaft für bildende Kunst Trier e.V."


Haben Sie Kollegen, mit denen Sie sich über Techniken, Tricks und Ideen austauschen?


Ich habe einige Jahre im Projekt "Mentoring für Bildende Künstlerinnen" mitgearbeitet und dort ist ein bemerkenswertes Netzwerk entstanden, was sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sich die Kolleginnen gegenseitig mit Tipps zur Verfügung stehen und dass sie sich ihre Erfolge gönnen.


Welche Kunst-Portale besuchen Sie regelmäßig im Internet?




und immer mal wieder die Seiten anderer Kunstvereine, um zu sehen, wie die das machen


Die Kunst hat keine Vorgaben. Wie wissen Sie, was Sie als nächstes zu tun haben?


Bei mir ergibt sich eine Arbeit aus der vorherigen. Ich habe keine Angst, dass mir die Ideen ausgehen; meistens habe ich zu viele und realisiere nicht alle.
Vertrauen in die eigene Kreativität ist der Weg.


Wo stehen Sie mit Ihrer Kunst in 5 Jahren?


In 5 Jahren will ich idealerweise von meiner Kunst leben können! Mich interessiert besonders Kunst-am-Bau und ich setze darauf, dass ich dort voran komme. Und ich würde gern man einen Kunstpreis gewinnen.


Welche Auswirkungen hätte ein Millionengewinn auf Ihre Kunst?

Das wäre super. Dann könnte ich endlich alle die verrückten Sachen machen, die ich im Kopf habe und müsste nicht immer an wirtschaftliche Notwendigkeiten denken. Außerdem würde ich für ein paar Jahre in eine Großstadt ziehen!


Mehr über Lydia Oermann:


Lydia Oermann
Atelier im Kunsthaus Alte Druckerei
Alkuinstr. 35
54292 Trier

www.lydia-oermann.de
mail{at}lydia-oermann.de


Mittwoch, 8. Dezember 2010

Interview mit Oliver `Fantasio´ Wetter "6 aus 49 Fragen"

Bitte erzählen Sie kurz etwas zu Ihrer Person:

Mein Name ist Oliver Wetter, ich arbeite zur Zeit als Illustrator unter dem Label Fantasio fine Arts,  in Konz, überwiegend für Buchcover aus dem Fantasy und Sci-Fi Bereich. Die andere Zeit verbringe ich mit meiner Familie, arbeite an der Realisierung persönlicher Kunstprojekte, blogge, twittere und helfe anderen Kreativen dabei, Ideen zu realisieren, durch das KKT in Trier.



Wo stehen Sie mit Ihrer Kunst in 5 Jahren?

Gute Frage, eine die sich jeder, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat, stellen sollte!
5 Jahre sind ja ein überschaubarer Zeitraum, dennoch kann sehr viel passieren.
Aber gehen wir mal von einer optimalen Situation aus, dann würde ich in 5 Jahren am nächsten "Tim Burton" Film mitarbeiten, für Wizards of the Coast - Magic Cover und Karten gestalten, im Giger Museum in Chur eine Ausstellung haben und dem Meister persönlich mal die Hand schütteln, nachdem wir schon zusammen in einem Buch erschienen sind ( Exposé #8 / Ballistic Publishing) und vielleicht in Trier Workshops geben für digitale Malerei.


Welche Kunst-Portale besuchen Sie regelmäßig im Internet?

Das ist sehr unterschiedlich, ich bin seit mittlerweile fast 10 Jahren dabei, meine Online-Präsenz zu verfeinern, Portfolios zu straffen und in "Communities" teilzunehmen.
Dabei stellt sich heraus, das ich nach wie vor deviantArt treu bin, bei CGSociety immer mal wieder reinschaue und die Aktivitäten bei CGhub mit stetigem Interesse verfolge.
Aus beruflichen Gründen versteht sich.
Seit dem die Saatchi - online - Seite mal vernünftig gestaltet ist und dem Social-media -hype folge leistet, versuche ich dort auch etwas mehr zu machen.
Auf deutschen Seiten und Foren trifft man mich allerdings äußerst selten an, was einfach daran liegt, dass ich die depressive Grundmentalität vieler Landsleute einfach nicht teile.


Nutzen Sie "Social-networks" um Ihre Kunst  und sich zu vermarkten?


Definitiv. Ich sehe Entwicklungen im Web sehr aufgeschlossen entgegen und versuche Chancen darin zu sehen. Mit meinem Blog versuche ich darüber hinaus, Einblicke in meine Arbeitsweise zu ermöglichen und angehenden Illustratoren Tipps zu geben.

Im  Internet-Zeitalter hat man vielleicht nur 1-2 Minuten um jemanden als "hilfreich", "vertrauensvoll" oder als "Experte" einzuordnen, da erweisen sich Plattformen wie twitter als sehr nützlich, die Zahlen und der Inhalt aus 140 Zeichen geben in Sekundenschnelle die gewünschte Auskunft über eine Person (sofern man die Daten richtig lesen kann).
Was wiederum zu Marketingzwecken und Promotion effektiv genutzt werden kann und sollte. In erster Linie nutze ich aber facebook um mit einem grösseren Netzwerk, um mit Kunden visuell in Kontakt zu bleiben. Ich trenne das Private sehr strikt vom Geschäftlichen, deshalb wird man bei twitter zwar mal eine persönliche Meinung lesen, niemals aber privates.


Sammeln Sie Kunst?

Oh ja! Also sofern es der Geldbeutel hergibt versuche ich schon Werke zu Sammeln. Bislang habe ich nur drei Originale; eins von David P. und zwei von Sebastian Unterrainer, aber dafür unzählige Kunstbücher (es müssen so um die 90 sein). Ich kann einem Kunstbuch bisweilen mehr abgewinnen als einem einzelnen Werk, aber ab und an passiert es schon mal, dass mir ein Bild so gut gefällt, dass es "fast" egal ist, was es kostet, man muss es einfach haben.


Würden Sie ein Kunstwerk spenden für einen guten Zweck?

Würde ich und habe ich sogar schon! Mehrmals wenn man so will.
Gerade momentan ist ein Buch erschienen Discover a Muse, welches bei Blurb erschienen ist. Alle Erlöse davon gehen in einen Fond für das Discovery Arts “Arts Adventure” Programm.

Für eine Aktion der Organisation "De Reegenboog" habe ich ein Werk meiner "Tank-art" Serie gespendet, welches bei einer Auktion im August 2009 für einen guten Zweck versteigert wurde.
Hier ein Bericht des Kollegen Dirk Borgmeyer über die Aktion, da die Auktions-Seite selbst nicht mehr online ist.
Wann immer sich eine Möglichkeit bietet, meine Arbeitszeit oder ein Werk für einen guten Zweck einzutauschen, bin ich gerne bereit dafür, sofern gewährleistet ist, dass das Geld auch dahin fließt, wo es benötigt wird!


Was würden Sie einem angehenden Künstler raten?

Horizont erweitern, Zeitmanagement verbessern, alte und neue Meister studieren, studieren, studieren und dann probieren, probieren, probieren.
Experimente wagen, Netzwerken (im echten Leben und virtuell), Randy Pausch auf Youtube anschauen, alles im Leben hinterfragen, Fernseher aus dem Fenster werfen, jede Art der Veröffentlichung, wie die Luft zum Atmen ansehen.

Genau in der Reihenfolge und wenn fertig, wieder von vorne anfangen.


Weitere Informationen zu Oliver Wetter / Fantasio fine Arts:




Email kontakt | facebook | twitter | Webseite | Portfolio

Montag, 22. November 2010

Interview mit Laas Koehler "6 aus 49 Fragen"

Erzählen Sie ganz kurz etwas über sich:

Mein Name ist Laas Koehler.
Ich bin freischaffender Konzeptkünstler und arbeite mit den verschiedensten Medien und Techniken.
Idee, Umsetzung und Titel sind in meinem Werk gleichberechtigt, obwohl der Titel bestimmt die Hälfte der Arbeit ausmacht.


Wie lautet Ihre Botschaft?

Für mich ist die Kunst der letzte Raum von Freiheit ( in unserer modernen Gesellschaft ), in dem nur die Gesetze der Schwerkraft und die Öffnungszeiten, uns Grenzen setzen. Aber auch die Gravitation läßt sich manchmal austricksen.
Meine Botschaft:
Lasst uns Brücken bauen-die uns verbinden-aus Mauern-die uns trennen!

Die Kunst hat keine Vorgaben. Wie wissen Sie, was Sie als nächstes zu tun haben?

Das ist eigentlich ganz einfach. Die Ideen oder sagen wir mal Impulse kommen einfach, da bin ich innerlich fast schon überschüttet.
Meine Aufgabe besteht darin, diese zu sortieren und mich zu entscheiden, womit ich anfange.
Als Konzeptkünstler arbeite ich komischerweise viel mit Intuition und Bauchgefühl. Aber es funktioniert...ich bin zufrieden.

Haben Sie Kollegen, mit denen Sie sich über Techniken, Tricks und Ideen austauschen?

Ich bin in der glücklichen Lage, mich mit vielen Künstlerinnen und Künstlern in Trier und darüber hinaus, austauschen zu können. Es macht mir Freude in einem künstlerisch-sozialen Netzwerk eingebunden zu sein und mitzubekommen, was meine Kolleginnen und Kollegen so alles machen.
Mit einigen bin ich sehr gut befreundet und ja, wir reden viel über unsere Arbeit und unterstützen uns gegenseitig.

Wie viel Geld müsste man Ihnen bieten, damit Sie mit Ihrer Kunst aufhören?

Das wäre dann meine eigene Beerdigung, also die Kosten dafür!
Ich glaube, es gibt für mich kein Aufhören. Das geht immer so weiter, denke ich, glaube ich, hoffe ich.
Wer beim Kunstschaffen an Geld denkt ist meiner Meinung nach mehr Handwerker, als Künstler.
Aber das darf zum Glück jede/r selbst entscheiden, wieviel Freude am Abarbeiten von Bestellungen noch vorhanden ist.
Das ist schon eine wirklich tiefgehende Frage! Ich finde es immer wieder spannend woher Künstlerinnen und Künstler ihre Motivation bekommen, ihrer Arbeit nachzugehen, ohne finanzielle Versprechungen. Es lebe die Eigenmotivation!

Welche Auswirkungen hat die Krise auf Ihre Arbeiten?

DIE Kriese hat eine sehr große Auswirkung auf meine Arbeit.
SIE war und ist Impuls für mein künstlerisches Schaffen seit Sommer 2009 und wird mich noch bis Ende April 2011 beschäftigen.
Meine Ausstellung "Kunst in der Krise...welche Krise?" wird vom 02.04.-23.04.2011 in der TUFA gezeigt.
Danach kommt dann ein neues großes Thema!
Oder...die Krise hat uns alle verschluckt :-)

Ist Kunst Arbeit?

Natürlich ist Kunst Arbeit!
Manchmal ist sogar schon das Ansehen von Kunst Arbeit!
Aus der gestellte Frage möchte ich ableiten, das der Begriff Arbeit leider noch immer negativ besetzt ist. Wenn mir meine Arbeit Freude macht, ist es dann keine Arbeit mehr? Wir leben in einer sehr stark leistungsorientierten Gesellschaft in der erst die Arbeit und dann das Vergnügen kommt. Ich bin demütig genug zu erkennen, in welch glücklicher Lage ich mich befinde, meine Arbeit mit mir im Einklang zu finden. Aus diesem Gleichgewicht arbeite ich sicherlich mehr als 40 Std./Wo. und empfinde selten meine Tätigkeit als belastend oder wünsche mir einen Feierabend. Es geht dabei nicht nur um die kunst, es geht dabei um eine Tätigkeit, welche man mit Leidenschaft ausübt. Das kann auch Putzen, Kellnern oder Falschparker aufschreiben sein.

Arbeiten und mehr von Laas Koehler: